Huhu du wunderwesen,

auf wessen Seite bist du da eigentlich gelandet?

Da dies meine Home-Page ist, wirst du hier, wie bei all meinem Wirken, mein gesamtes Wesen kennenlernen.

Nicht weichgespült oder schöngeföhnt. 
Sondern authentisch Sarah. 

Mit Hingabe, Begeisterung und tiefer Berührung.

Wie ich meinen Weg nach Hause fand

Es gab eine Zeit, da hat mein Leben vor allem im Außen und für das Außen stattgefunden. Funktionieren, leisten, anderen helfen, die Bedürfnisse aller anderen erfüllen – und immer noch mehr schaffen. 
Mein Alltag war so voller vermeintlich dringender To-dos, Verpflichtungen und Verantwortung, dass ich – wie so viele von uns – gelernt habe, immer mit einer unsichtbaren Last auf den Schultern herumzulaufen.

Nach Außen tat ich meist so, als hätte ich alles im Griff.
Und auch im Innern sagte ich mir unaufhörlich, dass ich das einfach schaffen müsste. Weil ich das Gefühl hatte, gar keine andere Wahl zu haben.

Vielleicht kennst du diesen Zustand, in dem man gefühlt mitten im Sturm steht und verzweifelt versucht, alles im Außen zusammenzuhalten, während innerlich eigentlich alles schreit und man schon längst nicht mehr kann.
Ich war ohnmächtig und hilflos, voller Verurteilung und Ablehnung mir selbst gegenüber: „Alle anderen schaffen das doch auch, nur du nicht!“

Wenn das eigene Ich zu „viel“ wird

Dieses Muster saß tief. 
Schon als Kind verinnerlichte ich das Gefühl, für das Wohlbefinden anderer verantwortlich zu sein. Ich glaubte, dass meine eigenen Bedürfnisse und Gefühle nicht so viel wert waren wie die der Menschen um mich herum.

Ich lernte schnell: Anerkennung gibt es über Leistung.
Ich muss mich anstrengen, um geliebt zu werden.
Ich muss die Gedanken und Bedürfnisse meines Gegenübers sofort erraten, damit alles harmonisch bleibt.
Ich lernte, dass ich bloß nicht zu laut oder zu fröhlich sein darf – aber auch nicht zu traurig oder ängstlich. So oft wurde mir gesagt, dass ich in meinem emotionalen Ausdruck einfach „zu viel“ sei.
Also passte ich mich an.
Ich las die Gefühle meines Umfelds und wurde zu Everybodys Darling.

Kurz vor der Pubertät veränderte sich mein Leben einschneidend: 
Mein Vater erkrankte an einer schweren Depression und war für ein paar Jahre für mich wie verschwunden. 
Das Gefühl, ihn verloren zu haben, ein starker Leistungsabfall in der Schule und die von mir verinnerlichte, vermeintlichte Verantwortung für das Wohlbefinden meiner Eltern machten diese Zeit unheimlich schwer. 
Rückblickend steckte ich in dieser Phase selbst in einer Depression und kämpfte mit den Symptomen einer unerkannte ADHS. 
Ich hatte das Gefühl, an allem schuld zu sein. 
Zu viel zu sein – und gleichzeitig faul und niemals zu genügen.

Um diesen unerträglichen Druck zu betäuben, flüchtete ich mich unteranderem in den Alkohol. So konnte ich vergessen, meine eigentlichen Gefühle unterdrücken, Dinge aushalten und mir Situationen „schön trinken“, die ich eigentlich furchtbar fand.
Ich umgab mich mit Menschen, die meine ungesunden erlernten Muster bedienten, sodass ich sie nicht infrage stellen musste.
Im Nachhinein spürte ich meine Grenzen zwar oft – doch ich achtete sie nicht und zog keine Konsequenzen.
Ich dachte weiterhin, ich sei das Problem. 
Zu emotional, zu sensibel. 
Egal, wie sehr ich mich anstrengte: niemals gut genug.


Die Musik als mein erster Safespace

Doch zum Glück gab es die Musik, oder genauer das jahrgangsübergreifende Musicalprojekt meines Gymnasiums. 
Im Grundschulalter hatte ich das Privileg mit dem Geigenspiel zu beginnen und später auch noch für einige Jahre zusätzlich Klavier zu spielen. 
Ich spielte mit Freude die Geige in unserem Schulorchester, brannte außerdem für das Schauspiel und stand so recht schnell auch in den verschiedensten Musicals auf der Bühne. 
Zwischen Orchester und Bühne hin und her rennend – hier fühlte ich mich in meinem Element. 
Die Musicalproduktionen waren in dieser so schwierigen Phase meines Lebens mein Anker und Safespace: Hier fühlte ich mich gesehen und geschätzt mit all meinen vielen Facetten. Hier war ich nicht zu viel – hier war mein viel sein vielleicht sogar genau richtig. 

Die Schleife im Erwachsenenleben: Wenn das System dich ausbrennt

Als ich erwachsen wurde, verlor ich diesen Zugang zur Musik, denn es ging nun darum im Studium zu leisten und mich zu beweisen. 
Ich entwickelte den Anspruch, zu den Besten zu gehören. 
Aus diesem Ehrgeiz erwuchs ein krankhafter Perfektionismus und Leistungsanspruch, denn wenn es keine 1,0 war, wäre es ja immer noch besser gegangen.... 
Ich ging in den Lehrerberuf, wurde Beamtin – ein System, das von außen betrachtet Sicherheit versprach, in dem ich aber mein altes, gelerntes Muster des radikalen Überfunktionierens auf die Spitze trieb. 
Jeden Tag gab ich alles, war für die SchülerInnen da, hielt die Strukturen aufrecht und vergaß mich dabei vollkommen selbst. 

Der Perfektionismus wurde zu meinem inneren Antreiber, bis mein Körper und meine Seele die Notbremse zogen: Burnout. Depression und Angststörung.

In dieser Phase der absoluten Erschöpfung, als nichts mehr ging, durfte ich eine lebensverändernde Erfahrung machen: 
Mir begegnete die Musiktherapie.


In diesem geschützen Rahmen begegnete ich der Musik ganz neu. 
Es ging plötzlich nicht mehr um Noten, nicht um Leistung, nicht darum, ein Stück fehlerfrei zu präsentieren oder „gut genug“ zu sein. 
Es ging um intuitives Musikmachen. Ich durfte Instrumente greifen, Töne entstehen lassen, einfach spüren, was in mir war, und es hörbar machen. 
In anderen Momenten gab ich mich diesen Tönen und Klängen selbst vollkommen hin und fühlte und heilte so vieles, was mir vorher in anderen Therapieformaten so nicht möglich gewesen war. 
In diesem Moment fand ich meinen musikalischen Safespace wieder – und verstand zum ersten Mal auf einer ganz tiefen Ebene, wie unfassbar heilsam, erdend und transformierend diese Art des freien, wertfreien Klingens ist. 
Diese Art der Musik ist bis heute das Tool, was mich immer wieder tief zu mir und somit in mein zu Hause führt.

Vielleicht ist ein Umweg genau der richtige Weg nach Hause

Heute weiß ich, dass all diese Stationen meines Weges genau so sein mussten. Sie haben mich hierher geführt. Die Schultür ist geschlossen und nun darf sich endlich die Tür zu einer Vision öffnen, die aus einer großen Sehnsucht heraus entstand für die ich nun mit Überzeugung stehe:

Der Überzeugung, dass es viel mehr Orte in unserer Gesellschaft geben muss, an denen man einfach sein darf. 
Orte, an denen wir die unsichtbare Last von unseren Schultern nehmen dürfen. 

Genau wie die Musicalzeit mein Anker im Sturm war und mich die Musiktherapie wieder ins Spüren gebracht hat, möchte ich heute mit meinem Wirken ein Anker für dich sein. Dir einen Safespace schaffen.

Bei mir musst du nichts leisten. Du musst nicht Everybodys Darling sein. Du darfst laut sein, leise sein, weinen oder einfach nur tief durchatmen. Wenn du also magst, nehme ich dich sanft an die Hand und begleite dich ein Stück deines Weges. Zurück zu dir selbst. Zurück nach Hause.


LET ME WALK YOU HOME.


Mit ganz viel Liebe,

Sarah